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Marktberichte Deutschland

QIX Deutschland: Bechtles anhaltendes Quartalswachstum rechtfertig laut Warburg Research Kurse von 90 Euro, Bayer erwartet nach Monsanto-Übernahme vorerst geringere Spareffekte

Der wieder stärkere Euro und der Unsicherheitsfaktor Italien sorgen am Montag beim QIX Deutschland für leichten Gegenwind. Dabei notiert der Index trotz guter Vorgaben der Übersee-Börsen am Nachmittag moderat im Minus bei 14.160 Punkten. Analysten rechnen nach soliden Q1-Zahlen bei Bechtle im laufenden Jahr mit steigender Profitabilität. Bayer sieht nach geplantem Monsanto-Deal angesichts eigener Spartenverkäufe zunächst niedrigeres Einsparpotenzial. Deutsche Bank erwartet bei Deutscher Post ein neues Aktienrückkaufprogramm oder eine Sonderdividende.

Nach dem starken Anstieg der vergangenen Woche notiert die Bechtle-Aktie heute im Qualitäts-Index leicht im Minus bei 75,65 Euro. Das Analysehaus Warburg Research hat die Einstufung für die Aktie nach Zahlen zum 1.Quartal auf "Buy" mit dem Kursziel von 90 Euro belassen. Der IT-Dienstleister Bechtle sei solide in das Jahr gestartet und könne seine Profitabilität im Laufe des Jahres noch steigern, schrieben die Analysten in einer Studie.

Der IT-Dienstleister Bechtle hatte zum Jahresauftakt seinen Umsatz von 803,1 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 955,4 Mio. Euro steigern können. Gleichzeitig legte der operative Quartalsgewinn auf 35,7 Mio. Euro zu, nach 31,8 Mio. Euro im Vorjahr. Auch der operative Cashflow des Unternehmens verbesserte sich in den ersten 3 Monaten deutlich und fiel mit 13,9 Mio. Euro positiv aus. Im Vorjahreszeitraum hatte Bechtle noch ein Minus von 17 Mio. Euro ausgewiesen. Unsere Kunden investieren unverändert kräftig in ihre IT, daher sind wir mit dem Jahresstart sehr zufrieden, sagte der Vorstand. Sowohl Umsatz als auch das Ergebnis von Bechtle liegen sehr deutlich über Vorjahr und knüpfen damit nahtlos an das erfolgreiche Geschäftsjahr 2017 an, ergänzte er. Für das Gesamtjahr erwartet das IT-Unternehmen weiterhin deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis.

Aufgrund der anhaltenden und zudem auch beeindruckenden Wachstumszahlen wird Bechtle zu Recht als Qualitätsunternehmen bezeichnet. Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist dabei neben der hohen Eigenkapitalquote von 55 Prozent auch die operativ erzielte Eigenkapitalrendite von 15 Prozent. Mit diesen Kennzahlen erfüllt die Bechtle-Aktie wichtige Aufnahmekriterien im deutschen Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.

Einer der Tagesfavoriten im Qualitäts-Index ist heute die Bayer-Aktie, die aktuell auf 102,50 Euro zulegt. Der Leverkusener Agrarkonzern erwartet von der Fusion mit dem US-Saatguthersteller Monsanto Spareffekte von weniger als 1,5 Mrd. USD im Jahr. Grund sei der Verkauf von Konzernteilen, mit denen sich das Synergiepotenzial verringere, sagte Finanzchef der Börsen-Zeitung. Ohne die Verkäufe habe man das Ziel von 1,5 Mrd. USD auf Proformabasis bestätigt. Der Bayer-Konzern peilt diese Marke nach dem dritten vollen Jahr der Übernahme an. Zudem betonte der Manager, dass die geplante Kapitalerhöhung nicht vor der Hauptversammlung am 25. Mai kommen werde. Allerdings machte er über das geplante Volumen keine Angaben. Derzeit plant Bayer für mehr als 60 Mrd. USD den Konkurrenten Monsanto zu übernehmen und verkauft dafür als Zugeständnis an die Aufsichtsbehörden Teile seines eigenen Agrargeschäftes. Ungeachtet dessen rechnet der Finanzvorstand aber damit, dass auch Arzneimittel mittelfristig ein weiter wachsendes Geschäft von Bayer sein werden. Um den Pharmabereich insgesamt zu stärken, kommen für den Manager dabei statt großer Zukäufe auch kleine Akquisitionen, Kooperationen oder Partnerschaften in Frage.

Selbst nach dem jüngsten Kursanstieg weist die Bayer-Aktie noch eine günstige Bewertung auf. Bei einem für 2018 geschätzten Gewinn von 6,65 Euro je Aktie, liegt das derzeitige KGV bei knapp 15. Mit gegenwärtig 2,7 Prozent ist die aktuelle Dividendenrendite ebenfalls nicht zu verachten. Neben der Eigenkapitalrendite des Konzerns von 20 Prozent ist zudem auch die EBIT-Marge von 17 Prozent im operativen Geschäft beachtlich. Die Aktie entspricht damit wichtigen Aufnahmekriterien für eine Notierung im deutschen Qualitätsaktien-Index (QIX).

Die Deutsche Bank hat die Aktie der Deutschen Post nach Quartalszahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 43 Euro bestätigt. Die durchwachsenen Resultate und die implizite Ausblicksanpassung hätten die Aktie des Logistikkonzerns unter Druck gesetzt, schrieben die Analysten in einer Studie. Aktienrückkaufprogramme oder eine Sonderdividende seien möglich, worüber aber noch nicht entschieden worden sei. Allerdings dürfte sich die Barmittelschöpfung verbessern. Die Aktie bleibe ein "Top Pick".



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Hinweis: Da der QIX Deutschland von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Deutschland. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.