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16.05.
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Index-Zertifikat der UBS
Hinweis: Die TraderFox GmbH als Betreiberin von qix.capital ist Entwickler des Index-Regelwerks. Für die Index-Zertifikate sind allein die jeweiligen Banken verantwortlich. Wir partizipieren direkt oder indirekt an der Vermarktung der Indizes. Dies Betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.
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Marktberichte Deutschland

QIX Deutschland: Deutsche Börse-Vorstand kündigt stärkeres organisches Wachstum an, Solide Q1-Zahlen machen weitere Aktienrückkäufe der Allianz wahrscheinlicher

Der QIX Deutschland zeigt sich heute trotz steigender Renditen bei US-Staatsanleihen durchweg freundlich. Dabei treibt den Index vor allem der starke Einbruch des Euros an. Aktuell steigt er schließlich auf 14.235 Punkte. Deutsche Börse plant organisch verstärkt zu investieren und damit bestehende Geschäfte deutlich auszubauen. Kapitalausstattung der Allianz verstärkt nach gestrigen Quartalszahlen die Hoffnung auf weitere Kapitalrückführungen.

Nach dem jüngsten Rekordhoch verzeichnet heute im Qualitäts-Index die Aktie der Deutschen Börse leichte Gewinnmitnahmen und notiert damit aktuell bei 115,80 Euro. Der Frankfurter Börsenplatzbetreiber setzt nach der im vergangenen Jahr geplatzten Fusion mit der Londoner LSE vornehmlich auf Wachstum aus eigener Kraft. Wir werden weiter organisch investieren und so unser bestehendes Geschäft ausbauen, sagte der Vorstand der Deutschen Börse auf der heutigen Hauptversammlung. Chancen sehen wir dabei in allen Geschäftsbereichen, betonte er. Schwerpunkte seien dabei festverzinsliche Wertpapiere, Energieprodukte, Währungen, Dienste für Investmentfonds sowie Daten und Indizes. Auch vereinzelte Zukäufe schloss der Manager nicht aus. Jedoch nur, wenn sie das Geschäft insgesamt gut ergänzen würden. Im Frühjahr 2017 war der geplante Zusammenschluss zwischen Deutscher Börse und London Stock Exchange (LSE) an der fehlenden Zustimmung der Brüsseler Wettbewerbshüter gescheitert. Doch auch unabhängig davon gab es am Finanzplatz Frankfurt viel Widerstand gegen die Übernahme.
Dessen ungeachtet laufen die Handelsgeschäfte der Deutschen Börse auch dank der heftigen Kursschwankungen an den weltweiten Finanzmärkten wieder glänzend. So stiegen die Nettoerlöse zum Jahresauftakt im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 692 Mio. Euro, der operative Gewinn zog um 15 Prozent auf 438 Mio. Euro an. Dementsprechend zufrieden zeigte sich auch der Finanzchef des Finanzdienstleisters. Im ersten Quartal haben sowohl anhaltendes strukturelles Wachstum als auch eine Verbesserung des zyklischen Umfelds zu deutlichem Nettoerlöswachstum geführt, so der Manager.

Trotz Rekordhoch wird die Deutsche Börse-Aktie derzeit mit einem 2018er KGV von gut 21 bewertet. Als Deutschlands größter Börsenbetreiber bringt das Qualitätsunternehmen schon seit etlichen Jahren ausgesprochen konstante Wachstumsraten hervor. Dabei legte der Gewinn von 2012 bis heute auch beeinflusst durch Zu- und Verkäufe im Schnitt um 10 Prozent zu. Aber auch die überragende EBIT-Marge von 51 Prozent im operativen Geschäft ist dabei beachtlich. Hinzu kommt noch die hohe Eigenkapitalrendite von 18 Prozent. Mit diesen beeindruckenden Kennzahlen notiert die Aktie zu Recht im Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.



Im Minus befindet sich heute im Qualitäts-Index auch die Allianz-Aktie. Aktuell notiert sie damit bei 190,45 Euro. Die DZ Bank hat den fairen Wert für die Aktie nach Zahlen von 218 auf 220 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" bestätigt. Das 1.Quartal des Versicherers sei solide gewesen, schrieben die Analysten in einer Studie. Alle Segmente seien in guter Verfassung, was jedoch auch bedeute, dass weitere Verbesserungen schwer zu erreichen sein dürften, so die Analysten weiter. Ein potenzieller Kurstreiber im weiteren Jahresverlauf könnte die Ankündigung eines weiteren Aktienrückkaufprogramms werden.

Die Allianz lag zwar mit 2,76 Mrd. Euro beim operativen Ergebnis im abgelaufenen Quartal unter dem Vorjahreswert von 2,93 Mrd. Euro. Insgesamt bewegte sich der Versicherer damit aber im Rahmen der Analystenprognosen, die im Schnitt 2,78 Mrd. Euro erwartet hatten. Das Zahlenwerk selbst war für viele Analysten vergleichsweise solide ausgefallen. Zumal der Ausblick für 2018 mit einem operativen Gewinn zwischen 10,6 und 11,6 Mrd. Euro vom Vorstand im Wesentlichen bestätigt wurde. Mit den Q1-Zahlen hat die Allianz bereits 25 Prozent des Mittelwertes (11,1 Mrd. Euro) der Prognose erreicht und damit eine gute Basis gelegt. Den zukünftigen Kurs der Aktie wird aber vornehmlich die Frage beeinflussen, ob der Münchener Versicherer im laufenden Geschäftsjahr doch noch eine größere Übernahme tätigt. Alternativ wäre auch eine Sonderdividende oder die Ausweitung der laufenden Aktienrückkäufe denkbar. Die Kapitalstärke der Allianz gibt hier weiten Spielraum und die jüngsten Aussagen vom CFO lassen weitere Aktienrückkäufe am wahrscheinlichsten erscheinen. Mit einem 2018er KGV von 11 spiegelt das gegenwärtige Bewertungsniveau der Aktie die operative Stärke des Konzerns und weitere zu erwartende Kapitalrückführungen nur unzureichend wider. Abgesichert ist die Aktie der Allianz zudem mit ihrer weit überdurchschnittlichen Dividendenrendite von 4,2 Prozent.



Wenn Sie den QIX nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Deutschland von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Deutschland. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.