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Die Aussicht auf einen Brexit-Deal sowie die momentane Beruhigung der Währungskrise in Schwellenländern stützen heute den QIX Dividenden Europa Index. Daher gibt der Index am Nachmittag nur moderat auf 9.735 Punkte nach. SSE kommt bei der geplanten Fusion seines britischen Strom- und Gasvertriebsgeschäfts mit der RWE-Tochter Npower voran. Sanofi darf vorerst das europäische Patent eines US-Herstellers auf einen speziellen Cholesterinsenker nicht in Anspruch nehmen.

Nur leichte Abgaben auf aktuell 14,15 Euro verzeichnet heute im Dividenden-Index die Aktie von Scottish and Southern Energy (SSE). Der zweitgrößte britische Energieversorger kommt bei der geplanten Fusion des Strom- und Gasgeschäfts mit der englischen Innogy-Vertriebstochter Npower voran. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA habe die Transaktion vorläufig genehmigt, teilten beide Unternehmen in der vergangenen Woche mit. Die Behörde erwarte keine erhebliche Beeinträchtigung des Wettbewerbs, hieß es. SSE und Innogy werden bis zum Ende des Prüfprozesses auch weiterhin mit der CMA zusammenarbeiten. Der Abschluss der Transaktion ist für Ende 2018 oder Anfang 2019 vorgesehen. Das neue Unternehmen soll dabei wie bereits bekannt an der Londoner Börse notiert werden. Zuvor hatte der Vorstand von SSE erklärt, er sei zuversichtlich, dass die vorgeschlagene Fusion Vorteile für die Kunden und den Energiemarkt als Ganzes bringen wird. Vor allem die RWE-Tochter Npower ringt seit Jahren auf dem hart umkämpften britischen Energiemarkt mit Verlusten. Durch das jetzt mit SSE geplante Gemeinschaftsunternehmen soll sich das ändern. Mit über 11 Mio. Kunden wäre der fusionierte Energieversorger auf der Insel die Nummer zwei hinter der Centrica-Tochter British Gas. Neben Innogy und SSE tummelt sich auch der deutsche E.ON-Konzern im Strom- und Gasvertrieb. Weitere Wettbewerbern sind zudem Scottish Power und der französische Versorger EDF. Zusammen bilden sie die "Großen Sechs", die rund 85% des gesamten Marktes abdecken. Kleinere und zum Teil aggressive Wettbewerber jagen ihnen allerdings weiterhin Kunden ab. Der britische Markt sei überreif für eine Konsolidierung, sagen auch Branchenexperten.

Die von Scottish and Southern Energy zuletzt ausgeschüttete Dividende von 0,94 GBP (1,07 Euro) für 2017/18 ergibt für die Aktie weiterhin eine beachtliche Kapitalrendite. Basierend auf dem aktuellen Kurs liegt sie bei stattlichen 7,5%. Für die Aktionäre war die jüngste Ausschüttung des Energieversorgers immerhin die 19te Erhöhung in Folge. Dabei lag die Rendite allein in den letzten 5 Jahren im Schnitt bei 5,9%. Auch hatte das Management von SSE erst kürzlich eine Weiterführung der aktionärsfreundlichen Politik bekräftigt. Für das Geschäftsjahr 2018/19 wurde hierbei zunächst eine Dividende von 0,97 GBP (1,11 Euro) in Aussicht gestellt.

Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

Ebenfalls mit einem kleinen Minus bei 73,30 Euro präsentiert sich heute im Dividenden-Index die Aktie von Sanofi. Der französische Arzneimittelhersteller scheiterte mit seiner Forderung, das europäische Patent eines Herstellers aus den USA auf einen speziellen Cholesterinsenker in Anspruch nehmen zu können. Dies teilte am Freitag das Bundespatentgericht in München mit. Sanofi hatte die patentierte Arznei genutzt, um ein Medikament mit dem Namen Praluent auf den Markt zu bringen. Dagegen hatte das US-Unternehmen als Patentinhaber in Düsseldorf allerdings geklagt. Die Franzosen wiederum beantragten daraufhin per einstweiliger Verfügung eine Zwangslizenz. Diesen Antrag wies das Gericht zunächst ab. In der Hauptsache muss aber noch entschieden werden. Nach Angaben eines Richters sind Verfahren um Zwangslizenzen am Bundespatentgericht sehr selten. In solchen Verfahren muss das Gericht Abwägen zwischen dem Monopolrecht des Patentinhabers und dem Gemeinwohlinteresse an Gesundheitsfürsorge. Zuletzt hatte sich das Patentgericht in diesem Zusammenhang mit einem Aids-Medikament befasst und sich für das Gemeinwohlinteresse entschieden. Ungeachtet dessen hatte Sanofi im abgelaufenen Quartal neben dem guten organischen Wachstum bei Genzyme auch anhaltende Schwierigkeiten in der Diabetes-Sparte und bei Vaccines vermeldet. Insgesamt wurde aber der Ausblick für 2018 von dem Unternehmen konkretisiert und sogar leicht angehoben. Dabei wird nun mit einem Gewinnanstieg um 3% bis 5% (vorher: 2% bis 5%) gerechnet. Sanofi dürfte damit die für das 2.Halbjahr angekündigte neue Wachstumsphase eingeläutet haben.

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QIX Dividenden Europa: Aufsichtsbehörde genehmigt geplante Fusion von Scottish and Southern Energy mit Innogy-Tochter Npower, Sanofi scheitert vor Gericht mit Antrag auf Zwangslizenz für patentierte Arznei

Die Aussicht auf einen Brexit-Deal sowie die momentane Beruhigung der Währungskrise in Schwellenländern stützen heute den QIX Dividenden Europa Index. Daher gibt der Index am Nachmittag nur moderat auf 9.735 Punkte nach. SSE kommt bei der geplanten Fusion seines britischen Strom- und Gasvertriebsgeschäfts mit der RWE-Tochter Npower voran. Sanofi darf vorerst das europäische Patent eines US-Herstellers auf einen speziellen Cholesterinsenker nicht in Anspruch nehmen.

Nur leichte Abgaben auf aktuell 14,15 Euro verzeichnet heute im Dividenden-Index die Aktie von Scottish and Southern Energy (SSE). Der zweitgrößte britische Energieversorger kommt bei der geplanten Fusion des Strom- und Gasgeschäfts mit der englischen Innogy-Vertriebstochter Npower voran. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA habe die Transaktion vorläufig genehmigt, teilten beide Unternehmen in der vergangenen Woche mit. Die Behörde erwarte keine erhebliche Beeinträchtigung des Wettbewerbs, hieß es. SSE und Innogy werden bis zum Ende des Prüfprozesses auch weiterhin mit der CMA zusammenarbeiten. Der Abschluss der Transaktion ist für Ende 2018 oder Anfang 2019 vorgesehen. Das neue Unternehmen soll dabei wie bereits bekannt an der Londoner Börse notiert werden. Zuvor hatte der Vorstand von SSE erklärt, er sei zuversichtlich, dass die vorgeschlagene Fusion Vorteile für die Kunden und den Energiemarkt als Ganzes bringen wird. Vor allem die RWE-Tochter Npower ringt seit Jahren auf dem hart umkämpften britischen Energiemarkt mit Verlusten. Durch das jetzt mit SSE geplante Gemeinschaftsunternehmen soll sich das ändern. Mit über 11 Mio. Kunden wäre der fusionierte Energieversorger auf der Insel die Nummer zwei hinter der Centrica-Tochter British Gas. Neben Innogy und SSE tummelt sich auch der deutsche E.ON-Konzern im Strom- und Gasvertrieb. Weitere Wettbewerbern sind zudem Scottish Power und der französische Versorger EDF. Zusammen bilden sie die "Großen Sechs", die rund 85% des gesamten Marktes abdecken. Kleinere und zum Teil aggressive Wettbewerber jagen ihnen allerdings weiterhin Kunden ab. Der britische Markt sei überreif für eine Konsolidierung, sagen auch Branchenexperten.

Die von Scottish and Southern Energy zuletzt ausgeschüttete Dividende von 0,94 GBP (1,07 Euro) für 2017/18 ergibt für die Aktie weiterhin eine beachtliche Kapitalrendite. Basierend auf dem aktuellen Kurs liegt sie bei stattlichen 7,5%. Für die Aktionäre war die jüngste Ausschüttung des Energieversorgers immerhin die 19te Erhöhung in Folge. Dabei lag die Rendite allein in den letzten 5 Jahren im Schnitt bei 5,9%. Auch hatte das Management von SSE erst kürzlich eine Weiterführung der aktionärsfreundlichen Politik bekräftigt. Für das Geschäftsjahr 2018/19 wurde hierbei zunächst eine Dividende von 0,97 GBP (1,11 Euro) in Aussicht gestellt.

Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

Ebenfalls mit einem kleinen Minus bei 73,30 Euro präsentiert sich heute im Dividenden-Index die Aktie von Sanofi. Der französische Arzneimittelhersteller scheiterte mit seiner Forderung, das europäische Patent eines Herstellers aus den USA auf einen speziellen Cholesterinsenker in Anspruch nehmen zu können. Dies teilte am Freitag das Bundespatentgericht in München mit. Sanofi hatte die patentierte Arznei genutzt, um ein Medikament mit dem Namen Praluent auf den Markt zu bringen. Dagegen hatte das US-Unternehmen als Patentinhaber in Düsseldorf allerdings geklagt. Die Franzosen wiederum beantragten daraufhin per einstweiliger Verfügung eine Zwangslizenz. Diesen Antrag wies das Gericht zunächst ab. In der Hauptsache muss aber noch entschieden werden. Nach Angaben eines Richters sind Verfahren um Zwangslizenzen am Bundespatentgericht sehr selten. In solchen Verfahren muss das Gericht Abwägen zwischen dem Monopolrecht des Patentinhabers und dem Gemeinwohlinteresse an Gesundheitsfürsorge. Zuletzt hatte sich das Patentgericht in diesem Zusammenhang mit einem Aids-Medikament befasst und sich für das Gemeinwohlinteresse entschieden. Ungeachtet dessen hatte Sanofi im abgelaufenen Quartal neben dem guten organischen Wachstum bei Genzyme auch anhaltende Schwierigkeiten in der Diabetes-Sparte und bei Vaccines vermeldet. Insgesamt wurde aber der Ausblick für 2018 von dem Unternehmen konkretisiert und sogar leicht angehoben. Dabei wird nun mit einem Gewinnanstieg um 3% bis 5% (vorher: 2% bis 5%) gerechnet. Sanofi dürfte damit die für das 2.Halbjahr angekündigte neue Wachstumsphase eingeläutet haben.