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Hinweis: Die TraderFox GmbH als Betreiberin von qix.capital ist Entwickler des Index-Regelwerks. Für die Index-Zertifikate sind allein die jeweiligen Banken verantwortlich. Wir partizipieren direkt oder indirekt an der Vermarktung der Indizes. Dies Betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.
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TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index: Cardinal Health klettert nach robusten Q2-Geschäften und Vorstandswechsel auf Jahreshoch und Gilead Sciences bleibt mit fast 5 % ein Dividendenstar

Trotz rückläufiger Verbraucherpreisdaten konnten die US-Börsen am Donnerstag nicht weiter zulegen. Der S&P 500 zeigte sich dabei unverändert, während der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index um 0,4 % auf 19.910 Punkte anzog. Labor- und Krankenhauszulieferer Cardinal Health erzielt in Q2 gut 11 % mehr Umsatz und gibt CEO-Wechsel bekannt. Biotechfirma Gilead Sciences vermeldet mit +28 % Quartalszuwachs wieder starke HIV-Arzneigeschäfte und ist inzwischen ein Dividendengarant.

 

Kräftige Kursgewinne von über 5,0 % auf 66,00 USD zeigte am Donnerstag im TraderFox-Index die Aktie von Cardinal Health. Die Papiere des Gesundheitsdienstleisters markierten damit ein neues Jahreshoch. Ausschlaggebend für den gestrigen Anstieg waren die vom Unternehmen vorgelegten Zahlen sowie der Wechsel des Vorstandspostens. Im 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte Cardinal Health mit seinen Pharma- und Labor-Equipmentgeschäften einen Umsatz von 47,10 Mrd. USD, und damit 11 % mehr als im gleichen Quartal des Vorjahres. Unsere medizinische Sparte wurde weiterhin von hoher Inflation und den unterbrochenen Lieferketten beeinträchtigt, erklärt gestern der Unternehmenschef. Zudem wuchs unser Pharmageschäft im letzten Quartal um 5 % und wir konnten dank des starken Cashflows insgesamt 1,6 Mrd. USD an unsere Aktionäre durch Aktienrückkäufe und Dividenden zurückfließen lassen, so der Manager. In den USA agiert Cardinal Health quasi als Mittelsmann zwischen den Medikamentenherstellern und den Patienten, die auf Arzneimittel angewiesen sind. Zum Kundenkreis des Unternehmens gehören dabei fast 90 % aller US-Krankenhäuser. Dazu kommen landesweit noch rund 60.000 Apotheken und gut 10.000 praktizierende Ärzte, die notwendige medizinische Produkte millionenfach verschreiben. Und vor allem der Pharmavertrieb ist für Cardinal Health in Amerika ein großes und rezessionssicheres Geschäft. Folglich kletterte auch der jüngste Quartalsgewinn von 116 Mio. im letzten Jahr auf nunmehr 138 Mio. USD. Schon 2021 lag der Jahresgewinn des Labor- und Krankenhauszulieferers bei ordentlichen 555 Mio. USD.

Zwar ist das Vertriebsgeschäft für das Unternehmen lukrativ und bringt kalkulierbare Cashflows, die Nettomarge liegt hier aber dennoch nur bei 1 %. Was den Aktienkurs am Donnerstag aber zusätzlich beflügelte, war die Nachricht, dass der aktuelle Vorstand und CEO Mike Kaufmann Cardinal Health verlassen wird, und vom bisherigen Finanzvorstand Jason Hollar ersetzt werden soll. Investoren erhoffen sich hierdurch offenbar eine stärkere Fokussierung auf Profitabilitätsprozesse. Dabei sind die Amerikaner ungeachtet der niedrigen Gewinnspannen schon seit Jahrzehnten als zuverlässiger Dividendenzahler bekannt. In den letzten 26 Jahren hat sich die ausgeschüttete Gewinnbeteiligung von Cardinal Health auch beständig auf zuletzt 1,98 USD erhöht. Und vom Management wurden diesbezüglich nur gut 51 % des Barmittelzuflusses an die Anteilseigner ausgezahlt. Dennoch ergibt sich für die Aktie eine attraktive Kapitalrendite von aktuell 3,0 %.

Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ist ein Aktien-Index, der bei der Auswahl der Indexkomponenten neben ausgeschütteten Dividenden auch Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe adjustierte Dividendenrendite für den Aktionär und eine hohe adjustierte Dividendenrendite für das Gesamtunternehmen sowie eine Steigerung der Dividende in den vergangenen fünf und drei Jahren aus. Zudem wird auch eine niedrige Volatilität der Aktienrenditen bei der Indexauswahl einbezogen.

Leichte Abgaben auf 62,45 USD zeigte gestern im TraderFox-Index dagegen die Aktie von Gilead Sciences. Schon seit 6 Monaten bewegen sich die Papiere seitwärts, obwohl die amerikanische Biotechnologiefirma innerhalb der Gesundheitsbranche zu den profitabelsten Unternehmen gehört. Mit seinen lukrativen und anfangs konkurrenzlosen Krebsmedikamenten sowie den innovativen HIV- und Hepatitis C-Therapien verdient Gilead weiterhin Bruttomargen von bis zu 75 %. Für Arzneimittel in den USA liegt der generelle Durchschnitt dabei im Bereich von moderaten 56 %. Allerdings hat das Unternehmen in den letzten Jahren auch zahlreiche Milliarden in seinen F&E-Bereich gesteckt, und zudem einige enttäuschende Übernahmen hinter sich. In Amerika wurde zuletzt sogar ermittelt, dass die Entwicklung neuer Medikamente in günstigen Fall nur 314 Mio., und im teuersten Fall bis zu 2,8 Mrd. USD kosten kann. Dennoch konnte Gilead zuletzt erfolgversprechende Vorstöße in weitere Geschäftsfelder wie den Onkologie-bezogenen Markt mit neuen Arzneimitteln wie Tecartus und Yescarta vermelden. Und auch das rückläufige HIV/AIDS-Therapiegeschäft des Unternehmens hatte sich zuletzt wieder verbessert. Allein im 2. Quartal zogen die Erlöse in Gilead`s Sparte mit eigenentwickelten HIV-Medikamenten wie Biktarvy um 28 % auf 2,59 Mrd. USD an. Nach wie vor ist Biktary in den USA auch die führende Therapieform, und konnte den Marktanteil jüngst sogar um 4 % auf 44 % erhöhen.

Gilead hat außerdem derzeit über 45 vielversprechende Wirkstoff-Kandidaten in der Pipeline, 17 davon in der klinischen Testphase 2 oder 3. Einige davon könnten dem Biotechunternehmen in den kommenden Jahren letztlich zur lukrativen Portfolio-Erweiterung verhelfen. Die Aktie jedenfalls erfüllt weiterhin alle Value-Kriterien und verspricht zudem auch eine stattliche Dividende. Das war aber nicht immer so, denn erst seit 2015 schüttet das Management Gewinnanteile aus. Dafür bekommen Investoren bei Gilead derzeit neben 4,7 % an Dividendenrendite, auch eine profitable Gesellschaft, die nur mit einem KGV von 9 bewertet wird.

 

 

 



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Hinweis: Da der Dividenden-Champions Defensive Index von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Dividenden Europa. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.