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TraderFox Graham-Value Offensive Index: Diese strategischen Pläne treiben Masco und Mondelez International auf neue Jahreshochs

Am Freitag hatten die US-Börsen von guten Konjunkturnachrichten aus China profitiert. Die teils deutliche Erholung beim S&P 500 führte letztlich auch beim TraderFox Graham-Value Offensive Index zu Gewinnen. Am Ende schloss er leicht im Plus bei 13.567 Punkten. US-Wohnungsbauzulieferer Masco will die Wertschöpfung des Unternehmens stärken und prüft die Abspaltung von 2 Geschäftsbereichen. Lebensmittelproduzent Mondelez verkauft erneut Unternehmensteile und will künftig organisch um 3% wachsen.

Einer der stärksten Gewinner war am Freitag im TraderFox-Index mit einem ordentlichen Plus von 6,5% auf 40,00 USD die Aktie der Masco Corporation. Das US-Unternehmen ist mit zuletzt erzielten Umsätzen von 8,36 Mrd. USD einer der führenden Hersteller von Markenprodukten rund ums Heimwerken sowie für Haus- und Wohnungsbauer. Die Produktpalette reicht dabei von Designer-Küchen über Duschsysteme bis hin zu Abwasserleitungen. Einer der Treiber für den jüngsten Kursanstieg war die Nachricht, dass Masco derzeit nach strategischen Alternativen für seine Küchenmöbel- und Fenstersparte sucht. In den letzten 5 Jahren, in denen wir unsere Strategie umgesetzt haben, und so unser Kerngeschäft entfalten und neue Wachstumschancen nutzen konnten, haben wir eine enorme Wertschöpfung für unsere Aktionäre geschaffen, erklärte der Vorstand die Pläne. Unsere Möbel- und Fenstergeschäfte sind führend in ihren jeweiligen Märkten und damit für weiteres Wachstum bestens positioniert, ergänzte der Masco-Manager. Aber wir denken, die Wertschöpfung für diese Bereiche könnte mit Hilfe von prüfenswerten Alternativen noch größer sein, als bisher.

Beide Unternehmensparten kamen 2018 zusammen mit dem Spezial-Produktgeschäft auf ein EBITDA von 120 Mio. bei einer Umsatzgröße von 1,7 Mrd. USD. Damit waren sie im vergangenen Jahr bei Masco für rund 20% der Gesamterlöse verantwortlich. Und schon in den zurückliegenden 5 Jahren kletterten die gruppenweiten Erlöse dank der besetzten Nische und des boomenden US-Immobilienmarktes im Schnitt um gut 5%. Mit über 27% war dabei auch das Gewinnwachstum überragend. Aktuell erzielt das Unternehmen eine operative Marge von 15%, und bei erwarteten Gewinnplus von 11% für die kommenden Jahre ist die Masco-Aktie mit einem KGV von 13 nicht zu teuer.

Der TraderFox Graham-Value Offensive Index enthält 20 Value-Aktien, die anhand verschiedener klassischer Bewertungskennzahlen und ihrer Volatilität bewertet werden. Bei der Aktienauswahl werden Faktoren wie das Ausschütten einer Dividende, ein niedriges Kurs-Buchwert-Verhältnis, ein positives EPS-Wachstum, konstant positive Gewinne während der letzten 5 Jahre, eine geringe Verschuldung sowie ein hohes Verhältnis aus Umlaufvermögen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten positiv bewertet. Weitere Auswahlkriterien sind eine hohe Kapitalrendite und eine niedrige Unternehmensbewertung.

Ebenfalls leicht im Plus bei 47,25 USD zeigte sich am Freitag im TraderFox-Index die Aktie von Mondelez International. Der US-Lebensmittelhersteller, der für sein großes Markenspektrum bekannt ist und vor allem Produkte wie Philadelphia, Milka oder Oreo vertreibt, will weitere Wachstumspotenziale heben. Dabei wurden vom Vorstand schon im September die notwenigen Schritte für eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Wachstumsstrategie eingeleitet. Diese sehen unter anderem Kostensenkungen sowie Produktivitätsverbesserungen in verschiedenen Sparten vor. Auch sind vereinzelte Geschäftsverkäufe bei Mondelez schon lang kein Tabu mehr. So wurde erst im Dezember das unter der Kraft-Marke laufende Käsegeschäft für den Mittleren Osten und Afrika an das dänische Unternehmen Arla Foods verkauft. Letztlich rechnet das Management inzwischen mit einem künftigen organischen Umsatzwachstum von knapp 3%, was auf den ersten Blick durchaus ernüchternd ausschaut. Aber für einen großen Nahrungsmittelkonzern wie Mondelez, der 2018 seine Erlöse erstmals wieder leicht auf 25,9 Mrd. USD steigern konnte, wäre das Erreichen der Zielvorgaben eine enorme Beschleunigung.

Das umfassende Markenportfolio des weltweit größten Snack-Anbieters erlaubt es jedenfalls, mit Effizienzsteigerungen und verbesserter Skalierung auch das Gewinnwachstum insgesamt bedeutend zu verbessern. Immerhin wurde dadurch die operative Marge schon seit 2013 von 10,3% auf jüngst 16,7% erhöht. Und auch die Analysten sind zuversichtlich, was die Gewinnentwicklung der nächsten Jahre betrifft. Für den Milka-Hersteller wird dabei mit einem durchschnittlichen Plus von 7% gerechnet. Die Mondelez-Aktie ist allerdings mit einem gegenwärtigen 2019er KGV von 17 nicht mehr ganz so attraktiv wie noch vor 2 Monaten.

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