Value-Investing-Brief
EIN SERVICE VON
Langfristiger Vermögensaufbau mit Qualitätsaktien
Sonntag, 21. August 2016

die Welt hat auf einen Value-Investing Brief gewartet. In einer Zeit, in der die meisten Trader defacto ihr Geld mit CFD-Konten verbraten, macht es Sinn einen anderen Blick auf die Börse zu werfen. Value-Investing beschäftigt sich mit der Fragestellung welche Aktienauswahlkriterien zu einer Rendite führen können, die über der des Gesamtmarktes liegt.

Das ist eine große Herausforderung. Der S&P 500 Total Return Index, der Dividenden-ausschüttungen berücksichtigt, steigt seit Auferlegung 1987 im Schnitt um über 9 % pro Jahr. Ich wage einmal zu behaupten, dass 70 % aller Börsianer mit einem passiven Index-Investment besser gefahren wären.

Der Value-Investor fragt erst einmal nach der Sicherheit. Diesen Gedanken hat Benjamin Graham geprägt. Sicherheit bieten nicht etwa Buchwerte, sondern Geschäftsmodelle, die dem Sturm der Konkurrenz mühelos standhalten können. Warren Buffett spricht hier vom „Burggraben“, der ein Unternehmen umgibt.

Wer in eine Burggraben-Aktien investiert, kann Risiko umdefinieren. Risiko ist dann nicht mehr der Betrag, den man maximal verlieren kann, sondern lediglich die Zeit, die man warten muss, bis eine gewünschte Rendite erzielt ist.

In diesem Value-Investing Brief geht es um die Suche nach Burggraben-Aktien und stabilen Dividendenzahlern. Zudem wollen wir Wissen vermitteln und Sie zum langfristigen Investieren vermitteln. Der Value-Investing Brief ist kostenlos. Wir finanzieren ihn über die Aboeinnahmen, die wir mit dem „aktien“ Magazin erzielen.

Viele Grüße
Simon Betschinger

Wenn ich als mit Leuten spreche, sagen sie, sie wollen dies und das für den Ruhestand investieren. Sie sagen stets, was sie tun wollen. Anstatt etwas zu machen, reden sie nur darüber. Es gibt ein wichtiges Ding, was diese Leute übersehen: Sie reden, reden, reden. Tun es aber nicht. Sie setzen keine Prioritäten. Ihnen fehlt die Selbstdisziplin.

Keine Ausreden mehr. Machen Sie es. Es gibt keinen Ausweg. Erfolgreiche Menschen packen Probleme an. Sie machen eine Gewohnheit daraus. Sie machen, was wichtig ist. Sie suchen nach Lösungen.

Vor vielen Jahren entschied ich mich, meine Geld-Protzerei zu beenden. Ich verpulverte mein Einkommen nämlich jeden Monat. Ich hatte Konsumkredite und eine dicke Hypothek. Freunde lachten mich aus. Sie dachten, ich würde es nicht schaffen. Ich verkaufte meinen schwarzen BMW. Zugfahren ist seitdem angesagt. Ich habe sei zehn Jahren kein Auto mehr. Ich verkloppte alle meine Designer-Möbel samt Kunst. Ich tilgte alle Schulen (bis auf zwei Hypotheken, die ich ganz schnell zurückzahle).

Ich war damals besorgt, was andere über mich wohl denken würden. Daher hatte ich so viele Statussymbole angeschafft. Anstatt zu schauen, was ich selbst über mich denke, blickte ich auf die Gedanken anderer. Ich merkte, dass es den meisten Menschen völlig egal ist, welches Auto ich fahre oder welche Kleidung ich trage.

Ich habe mein Girokonto ins Schwarze gebracht. Ich lege nun ausreichend Geld fürs Alter zurück. Ich schaue, bevor ich etwas kaufe: Brauche ich den Gegenstand wirklich? Oder ist es nur schön den Gegenstand zu besitzen. Das eine ist ein MUSS, das andere ein KANN. Ich mache alles, was ein MUSS ist und verzichte weitgehend auf KANN.

Ja, manchmal leiste ich mir Dinge, die kein MUSS sind. Aber nur wenn ich es wirklich schätze und lange genug nutzen mag.

Warum soll ich mir neue Kleidung kaufen, wenn ich die Sachen im Schrank noch gut tragen kann? Warum soll ich in ein Luxushotel gehen, wenn nebenan ein Hotel ist, das nur die Hälfte kostet und trotzdem ein vernünftiges Angebot hat. Ich gebe lieber das gesparte Geld ins Depot und lasse es wachsen.

Die meisten Europäer haben mehr Geld als jemals zuvor zur Verfügung. Trotzdem sind sie griesgrämig und unzufrieden. Es liegt wohl am übertriebenen Konsum. An der Fernsehkiste. An der Werbung. Die konsumorientierte Mittelschicht gibt ihr ganzes Einkommen ständig aus, Monat für Monat. Dann beschweren sich diese Menschen, dass sie nicht vermögend sind. Was soll das? Haben die alle nix kapiert?

Es kann nie alles in Ihrem Haushalt perfekt sein. Das sollten Sie akzeptieren. Stetig kommt ein neues Smartphone auf den Markt. Der Nachbar kann ein neueres, größeres, prächtigeres Haus bauen.

Wer clever ist, kauft eine Wohnung, die nur im Kern grundsolide ist und renoviert den Rest selbst. Ein schmutziges Bad, eine dreckige Küche schreckt viele Menschen vom Kauf zurück. Dabei ist so etwas zügig sauber gemacht bzw. renoviert.

Eine Wohnung/ein Haus wird erst perfekt mit den Menschen, die darin wohnen. Der Rest ist eigentlich egal. Das gleiche gilt für ein Auto. Der Kaufpreis und die PS sind wirklich egal.

Wenn es zum Investieren kommt, wie gehen Sie am besten vor? Ich investiere einmal im Jahr. Immer im April. Es ist nicht perfekt. Besser wäre es stur jeden Monat zu sparen. Etwa in einen Indexfonds oder ETF. Jedes Mal, wenn ich Geld übrig habe, sollte ich es eigentlich sofort an der Börse anlegen. Das wäre ratsam. Ich mache das aber im April. Warum? Aus Bequemlichkeit.

Ich versuche die Börse nicht zu timen. Ich weiß: Der Versuch, die Börse perfekt zu timen, geht meist schief.

Ich kaufe am liebesten Berkshire-Hathaway-Aktien. Ich beobachte die Aktie von Warren Buffett schon lange. Ich kann Ihnen nur sagen: Der Kurs geht immer höher. Sie brauchen nur Geduld.

Der Discountbroker Charles Schwab hat zum Timing eine Studie erstellt. Untersucht wurden fünf Personen über einen Zeitraum von 20 Jahren:

  1. Peter Perfect. Er hat stets perfekt die Börse am Tiefpunkt erwischt, wenn er die 2.000 Dollar jährlich investierte.
  2. Ashley Action. Sie hat sofort das Geld investiert, sobald es verfügbar war und hat gar nicht versucht, die Börse zu timen.
  3. Mathey Monthly. Er hat jeden Monat stur sein Geld angelegt. Also 2.000 Dollar aufgeteilt über zwölf Monate.
  4. Rosie Rotten. Sie lag immer falsch mit dem Timing. Sie investierte jedes Jahr die 2.000 Dollar auf dem Hochpunkt.
  5. Larry Linger. Er legte sein Geld in Staatsanleihen an. Er rührte keine Aktien an.

Am besten schnitt Peter Perfect ab, der die Börse exakt auf dem Tiefpunkt erwischte. Er häufte in den 20 Jahren ein Vermögen von rund 87.000 Dollar an. Es ist natürlich eine Illusion, dass Sie exakt jedes Jahr zum Tiefpunkt einsteigen werden. Insofern vergessen Sie dieses theoretische Beispiel. An zweiter Stelle folgte derjenige, der sofort seine Ersparnisse in Aktien investierte – egal, was die Börse gerade machte. Eben immer wenn er gerade flüssig war. An dritter Stelle rangierte der regelmässige Aktien-Sparer, der monatlich feste Beträge einsetzte. Schlusslicht war der Bargeldsparer, er verdiente am wenigsten.

Was ist die Lehre aus der Studie? Sparen Sie entweder sofort, jedes Mal, wenn Sie flüssig sind. Stur! Oder auf monatlicher Basis in den Aktienmarkt.

Arbeitnehmer sollten viel mehr investieren, als Sie gemeinhin denken. Wir Arbeitnehmer müssen nämlich auch die Pensionen der Beamten und Politiker mitfinanzieren. Das ist einiges, was da zusammen kommt.

Und noch was: An der Börse gibt es Aufs und Abs. Das kommt vor. Die Schwankungen sind völlig normal. Es handelt sich um eine wirklich gesunde Sache. Wie gehen Sie mit der Volatilität um? Diversifizieren Sie. Haben Sie Dekaden lang Geduld.

Bitte teilen Sie mir Themenwünsche mit. Was kann ich besser in meinem Blog machen?

tim schaefer

Dies ist ein Gastbeitrag von www.timschaefermedia.com

Dividendenwerte werden von den Investoren bei schwachem Gesamtmarktumfeld als "Sicherer Hafen" geschätzt. Dies gilt vor allem für die aktuelle Niedrigzinsphase, die Dividendenaktien als Alternative zu Festgeldanlagen besonders attraktiv machen. Bei der Auswahl geeigneter Werte sollte man allerdings das Kriterium der Nachhaltigkeit nicht außer acht lassen. Denn hohe Dividendenrenditen sind nur dann langfristig interessant, wenn das Unternehmen seine Ausschüttungen über einen langen Zeitraum hinweg konstant gehalten bzw. kontinuierlich gesteigert hat. Voraussetzung hierfür ist eine nachhaltig positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung über einen langen Zeitraum hinweg. Dabei sollte man auch die weiteren Aussichten im operativen Geschäft im Auge behalten. Denn somit wird gewährleistet, dass das Unternehmen seine aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik fortsetzen kann.

Auf dem webbasierten Trading-Desk von www.traderfox.com haben Sie die Möglichkeit, entsprechende Werte, die über ihre Dividendenkontinuität oft über Jahrzehnte hinweg unter Beweis gestellt hatten, mittels einer einfachen Filterfunktion zu selektieren. Wer sich für die Top-Dividendenwerte innerhalb der 500 größten Werte in Europa interessiert, wählt im Auswahlmenu die entsprechende Kursliste "Europa 500" aus. Anschließend klickt man rechts oben auf das grüne Plus-Symbol und wählt unter dem Menüpunkt "Kennzahlen-Fundamental" die "Dividendenrenditen für das Fiskaljahr 2015" aus. Anschließend fügt man als weiteres Kriterium unter dem Reiter "Kennzahlen-Fundamental" den Menupunkt "Dividendenkontiunität" hinzu. Weist die Aktie eine Kennzahl von beispielsweise 10 auf, bedeutet dies, dass das Unternehmen seine Dividendenausschüttung seit 10 Jahren jährlich steigern oder zumindest konstant halten konnte. Danach lässt man sich die jeweiligen Aktien nach dem Kriterium der "Dividendenkontiuität" selektieren und erhält damit das gewünschte Ergebnis.

An dieser Stelle wollen wir Ihnen mit dem französischen Lebensmittelhersteller Danone (Marktkapitalisierung: 42,2 Mrd. Euro) einen interessanten Kandidaten aus dieser Auswahlliste näher vorstellen: Danone verfügt über ein nachhaltig solides Geschäftsmodell. Die Kennzahl "Dividenden-Kontinuität" weist mit 35 einen Spitzenwert auf. Aktuell weist die Aktie auf Basis der Schätzungen für 2016 eine Dividendenrendite von 2,4% auf.

Der französische Lebensmittel-Multi Danone gilt als einer der weltweit führenden Hersteller von Milchprodukten. Im Kernsegment zählen vor allem Jogurt und süsse Nachspeisen und Desserts zu den Hauptproduktkategorien ( Actimel, Activia, Danacol, Danette, Danone). Eine mit führende Rolle spielt Danone auch im Tafel-Wasser-Segment, wobei man hier unter anderem mit bekannten Marken wie Bonafont, Evian und Volvic vertreten ist. Weitere Kerngeschäftsfelder umfassen unter anderem Babynahrung (Milupa) sowie Nahrungsergänzungsmittel und medizinische Ernährung. Für Aufsehen sorgte Danone kürzlich mit der Übernahme des US-Konzerns White Wave Foods. Mit diesem knapp 10,4 Mrd. USD schweren Zukauf will man sich vor allem im Bereich gesundheitsbewußter Ernährung stärker positionieren. Der vor allem auf Sojaprodukte (Alpro Soja) spezialisierte US-Konzern gilt als Branchenprimus in diesem Segment. Analysten sehen den Zukauf trotz des hohen Kaufpreises als strategisch sinnvoll an, zumal gerade gesundheitsbewusste Verbraucher verstärkt auf fleischlose Ernährung setzen.

Im operativen Geschäft konnte Danone in den vergangenen Fiskaljahren dank seiner starken Marktposition in allen wichtigen Kerngeschäfts-Feldern überzeugen. So verbesserte sich der Konzernumsatz seit 2000 von 14,30 Mrd. Euro auf 22,41 Mrd. Euro. Im gleichen Zeitraum kletterte der operative Gewinn (EBIT) von 1,55 Mrd. Euro auf 2,21 Mrd. Euro, während der Gewinn je Aktie in den vergangenen Jahren von 1,28 Euro je Aktie auf 2,10 Euro je Aktie verbessert werden konnte. Bei Dividendenwerten ist eine nachhaltig positive Gewinnentwicklung ein wichtiges Kriterium, zumal dadurch sichergestellt wird, dass das Unternehmen in der Lage ist. Dividendenzahlungen aus dem laufenden Geschäft zu bedienen.

Im ersten Halbjahr zeigte Danone vor allem dank erfolgreich umgesetzter Kostensenkungsmaßnahmen sowie Preisanhebungen in allen Produktkategorien eine besser als erwartete Geschäftsentwicklung. So verbesserte sich der bereinigte operative Gewinn von 1,38 Mrd. Euro auf 1,478 Mrd. Euro, womit die Konsenserwartungen leicht übertroffen werden konnten. Die entsprechende Gewinnmarge kletterte von 12,12% auf 13,37%. Auch beim Konzernumsatz wurde auf wechselkursbereinigter Basis und vor Akquisitionen ein deutlicher Anstieg von 3,8% auf 11,05 Mrd. Euro verzeichnet. Damit konnte Danone eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass man die strukturellen Probleme, vor allem im Kerngeschäftsfeld Jogurt, die in den vergangenen beiden Fiskaljahren das Ergebnis belastet hatten, erfolgreich bewältigen konnte. Auch in den so genannten Emerging Markets konnte Danone nach einer schwächeren Entwicklung Boden gut machen. Vor allem in China zeigte sich der Produktabsatz deutlich erholt, wobei man vor allem bei Frischmilch-Produkten und Baby-Nahrung kräftige Absatzsteigerungen zu verbuchen hatte. Dank der implementierten Sparmaßnahmen und der Einführung neuer erfolgreicher Produktlinien sieht sich der Konzern für das Gesamtjahr auf Kurs. Dabei geht man von einer Verbesserung der operativen Marge um 50 bis 60 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr aus, während das organische Umsatzwachstum bei 3 bis 5% liegen soll. Analysten erwarten derzeit für das laufende Fiskaljahr einen Gewinnanstieg von 2,10 Euro je Aktie auf 3,00 Euro je Aktie, während die Konsenserwartungen für 2017 einen Gewinn von 3,28 Euro je Aktie vorsehen. Damit liegt das KGV auf Basis der Schätzungen für 2017 bei 20,9.

In den vergangenen 35 Jahren wurde die Dividendenausschüttung bei Danone mindestens konstant gehalten.Allein im Zeitraum von 1999 bis 2015 kletterte die Dividendenausschüttung von 0,65 Euro je Aktie bis 2015 auf 1,60 Euro je Aktie angehoben. Für das laufende Fiskaljahr gehen Analysten von einer weiteren leichten Erhöhung auf 1,66 Euro je Aktie aus. Damit weist die Aktie von Danone auf Basis der Erwartungen für 2016 eine Dividendenrendite von 2,4% aus. Die Aktie hat alle Qualitäten, die Sie für ein Dividenden-Investment attraktiv machen. Zusätzlich zu den stabilen Dividendenzahlungen erhält der Aktionär eine realistische Chance auf konstante Wachstumsraten des Unternehmens, was langfristig den Aktienkurs beflügeln würde.

Interessenskonflikte: DieTraderFox GmbH oder Mitarbeiter von TraderFox besitzen TraderFox-Index-Zertifikate und besitzen einzelne Index-Aktien. Aufgrund der hohen Marktkapitalisierung besteht jedoch quasi keine Möglichkeit der Kursbeeinflussung. Wir weisen auch darauf hin, dass TraderFox die TraderFox-Indizes an Banken und Emitten lizenziert und von einem hohen Anlagevolumen in Index-Zertifikaten profitiert.

Die Inhalte in diesem Newsletter sind rein journalistische Inhalte und spiegeln die persönliche Meinung des jeweiligen Autors wider. Die Angaben sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

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