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Die Ankündigung neuer Sonderzölle auf chinesische Importe durch die USA beeindruckt den QIX Deutschland am Dienstag kaum. Dementsprechend verzeichnet der Index am Nachmittag moderate Zuwächse auf 13.905 Punkte. Deutsche Post will mit künftiger Aufspaltung des Paketgeschäfts die Sanierung der wichtigen Konzernsparte noch konsequenter umsetzen. Wettbewerb in Nordamerika könnte sich für Brenntag nach der Übernahme von Nexeo durch US-Chemikalienhändler Univar verschärfen.

Als einer der heutigen Tagesgewinner im Qualitäts-Index legt die Aktie der Deutschen Post aktuell um 0,8% auf 31,60 Euro zu. Der Logistikkonzern plant im Rahmen seiner Umstrukturierung das Paketgeschäft neu zu sortieren. Die unter schrumpfenden Gewinnen leidende deutsche Sparte werde in “Post & Paket Deutschland“ umbenannt und weiter kommissarisch vom Vorstand geleitet, teilte die Deutsche Post am Montag mit. Durch die Einrichtung des ausschließlich auf das Post- und Paketgeschäft in der Bundesrepublik konzentrierten Bereichs werde sichergestellt, dass dessen Sanierung noch konsequenter umgesetzt werde, heißt es. Das internationale Paket- und E-Commerce-Geschäft werde in dem neuen, eigenständigen Unternehmensbereich “DHL E-Commerce Solutions“ gebündelt. In der Vergangenheit war das Paketgeschäft der Deutschen Post vor allem dank des boomenden Online-Handels rasch gewachsen. Zugleich explodierten aber auch die damit verbundenen Kosten. Aufgrund der Probleme in der Sparte hatte das Unternehmen Anfang Juni sogar eine Gewinnwarnung herausgegeben.

Der Konzernchef hatte dabei seine Ertragsprognose um immerhin fast ein Viertel kürzen müssen. Statt der anvisierten 1,5 Mrd. Euro, die der Manager zuvor als Betriebsgewinn (EBIT) für den Geschäftsbereich erwartet hatte, werden es 2018 demnach wohl nur noch 1,1 Mrd. Euro sein. Daraufhin kündigte die Deutsche Post eine Reihe von Maßnahmen an, mit denen konzernweit das nachhaltige Ergebniswachstum im Bereich Post und E-Commerce-Parcel gesichert werden soll. Dazu zählen insbesondere Verbesserungen der Produktivität, der indirekten Kosten und des Ertragsmanagements im Post- und Paketgeschäft.

Derweil überzeugt die Deutsche Post-Aktie mit einer durchaus moderaten Bewertung. So ergibt sich inzwischen wieder ein 2019er KGV von unter 14, und auch das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist mit 0,7 weiterhin sehr niedrig. Beim Blick auf die bestehende Dividendenpolitik fällt ebenfalls die beeindruckende Nachhaltigkeit auf. Angesichts der für 2017 von der Deutschen Post ausgeschütteten Dividende wirft die Aktie aktuell eine Rendite von 3,6% ab. In den letzten Jahren ist der Logistiker aber nicht nur im Kerngeschäft stabil gewachsen sondern glänzt auch mit gesunden Kennzahlen. Vor allem die derzeit starke Eigenkapitalrendite von 24% sticht hierbei hervor. Damit erfüllt die Aktie wichtigen Kriterien für eine Notierung im deutschen Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.



Zu einem weiteren Tagesfavoriten im Qualitäts-Index hat sich heute die Brenntag-Aktie entwickelt. Aktuell klettert sie dabei um 1,5% auf 54,25 Euro. Der Chemikalienhändler reagiert damit zunächst positiv auf die Meldung, dass sich in den USA zwei Rivalen zusammenschließen wollen. Univar übernehme den kleineren Konkurrenten Nexeo für rund 1,05 Mrd. Dollar in bar und Aktien, wie die beiden Unternehmen am Montag nach Börsenschluss in den USA mitteilten. Das Gebot entspricht einem Aufschlag von 16% auf den Schlusskurs vom Montag. Zusammen mit Schulden belaufe sich das Volumen des Geschäfts auf 2 Mrd. Dollar (1,7 Mrd. Euro). Inwieweit sich die Übernahme für das Nordamerika-Geschäft von Brenntag insgesamt auswirken wird, ist jedoch noch offen. Der Vertriebshändler selbst ist in den vergangenen Jahren durch Zukäufe stark gewachsen. Auch das operative Geschäft hatte sich zuletzt wieder deutlich aufgehellt. So konnte Brenntag im letzten Quartal den Umsatz im Jahresvergleich um 7% auf knapp 3,2 Mrd. Euro steigern. Zwar erzielt das Unternehmen den Großteil seines Umsatzes weiterhin in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Von März bis Juli hatten sich letztlich die Vertriebsgeschäfte in Nordamerika auch dank der dort weiter anziehenden Konjunktur zunehmend verbessert. Daraufhin konnte Brenntag seinen Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um gut 10% auf 117,8 Mio. Euro steigern. Auch für das Gesamtjahr erwartet das Management beim Nettoergebnis ein Plus von rund 4 bis 8%. Alle wichtigen Regionen sollen demnach hierzu beitragen.

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QIX Deutschland: Deutsche Post treibt Konzernumbau mit Neustrukturierung der Paket-Sparte voran, Brenntag-Konkurrenten schließen sich in den USA mit Milliarden-Deal zusammen

Die Ankündigung neuer Sonderzölle auf chinesische Importe durch die USA beeindruckt den QIX Deutschland am Dienstag kaum. Dementsprechend verzeichnet der Index am Nachmittag moderate Zuwächse auf 13.905 Punkte. Deutsche Post will mit künftiger Aufspaltung des Paketgeschäfts die Sanierung der wichtigen Konzernsparte noch konsequenter umsetzen. Wettbewerb in Nordamerika könnte sich für Brenntag nach der Übernahme von Nexeo durch US-Chemikalienhändler Univar verschärfen.

Als einer der heutigen Tagesgewinner im Qualitäts-Index legt die Aktie der Deutschen Post aktuell um 0,8% auf 31,60 Euro zu. Der Logistikkonzern plant im Rahmen seiner Umstrukturierung das Paketgeschäft neu zu sortieren. Die unter schrumpfenden Gewinnen leidende deutsche Sparte werde in “Post & Paket Deutschland“ umbenannt und weiter kommissarisch vom Vorstand geleitet, teilte die Deutsche Post am Montag mit. Durch die Einrichtung des ausschließlich auf das Post- und Paketgeschäft in der Bundesrepublik konzentrierten Bereichs werde sichergestellt, dass dessen Sanierung noch konsequenter umgesetzt werde, heißt es. Das internationale Paket- und E-Commerce-Geschäft werde in dem neuen, eigenständigen Unternehmensbereich “DHL E-Commerce Solutions“ gebündelt. In der Vergangenheit war das Paketgeschäft der Deutschen Post vor allem dank des boomenden Online-Handels rasch gewachsen. Zugleich explodierten aber auch die damit verbundenen Kosten. Aufgrund der Probleme in der Sparte hatte das Unternehmen Anfang Juni sogar eine Gewinnwarnung herausgegeben.

Der Konzernchef hatte dabei seine Ertragsprognose um immerhin fast ein Viertel kürzen müssen. Statt der anvisierten 1,5 Mrd. Euro, die der Manager zuvor als Betriebsgewinn (EBIT) für den Geschäftsbereich erwartet hatte, werden es 2018 demnach wohl nur noch 1,1 Mrd. Euro sein. Daraufhin kündigte die Deutsche Post eine Reihe von Maßnahmen an, mit denen konzernweit das nachhaltige Ergebniswachstum im Bereich Post und E-Commerce-Parcel gesichert werden soll. Dazu zählen insbesondere Verbesserungen der Produktivität, der indirekten Kosten und des Ertragsmanagements im Post- und Paketgeschäft.

Derweil überzeugt die Deutsche Post-Aktie mit einer durchaus moderaten Bewertung. So ergibt sich inzwischen wieder ein 2019er KGV von unter 14, und auch das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist mit 0,7 weiterhin sehr niedrig. Beim Blick auf die bestehende Dividendenpolitik fällt ebenfalls die beeindruckende Nachhaltigkeit auf. Angesichts der für 2017 von der Deutschen Post ausgeschütteten Dividende wirft die Aktie aktuell eine Rendite von 3,6% ab. In den letzten Jahren ist der Logistiker aber nicht nur im Kerngeschäft stabil gewachsen sondern glänzt auch mit gesunden Kennzahlen. Vor allem die derzeit starke Eigenkapitalrendite von 24% sticht hierbei hervor. Damit erfüllt die Aktie wichtigen Kriterien für eine Notierung im deutschen Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.



Zu einem weiteren Tagesfavoriten im Qualitäts-Index hat sich heute die Brenntag-Aktie entwickelt. Aktuell klettert sie dabei um 1,5% auf 54,25 Euro. Der Chemikalienhändler reagiert damit zunächst positiv auf die Meldung, dass sich in den USA zwei Rivalen zusammenschließen wollen. Univar übernehme den kleineren Konkurrenten Nexeo für rund 1,05 Mrd. Dollar in bar und Aktien, wie die beiden Unternehmen am Montag nach Börsenschluss in den USA mitteilten. Das Gebot entspricht einem Aufschlag von 16% auf den Schlusskurs vom Montag. Zusammen mit Schulden belaufe sich das Volumen des Geschäfts auf 2 Mrd. Dollar (1,7 Mrd. Euro). Inwieweit sich die Übernahme für das Nordamerika-Geschäft von Brenntag insgesamt auswirken wird, ist jedoch noch offen. Der Vertriebshändler selbst ist in den vergangenen Jahren durch Zukäufe stark gewachsen. Auch das operative Geschäft hatte sich zuletzt wieder deutlich aufgehellt. So konnte Brenntag im letzten Quartal den Umsatz im Jahresvergleich um 7% auf knapp 3,2 Mrd. Euro steigern. Zwar erzielt das Unternehmen den Großteil seines Umsatzes weiterhin in Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Von März bis Juli hatten sich letztlich die Vertriebsgeschäfte in Nordamerika auch dank der dort weiter anziehenden Konjunktur zunehmend verbessert. Daraufhin konnte Brenntag seinen Überschuss im Vergleich zum Vorjahr um gut 10% auf 117,8 Mio. Euro steigern. Auch für das Gesamtjahr erwartet das Management beim Nettoergebnis ein Plus von rund 4 bis 8%. Alle wichtigen Regionen sollen demnach hierzu beitragen.